Von Eloise Reid
Eloise Reid ist die Gulf South Organizer bei GreenFaith mit Sitz in New Orleans, LA.
Letzte Woche hatte ich die Ehre, zu organisieren Katrina 20: Glaube, Klima und Gerechtigkeit – Ein moralischer Zeugendialog neben Karenna Gore vom Center for Earth Ethics, im historischen Tate, Etienne und Prevost (TEP) Center in New OrleansDieses Treffen markierte den zwanzigsten Jahrestag des Hurrikans Katrina und war Teil des Global Ethical Stocktake, eines Prozesses, der in die UN-Klimaverhandlungen bei der COP30 in Brasilien später in diesem Jahr einfließt.
Das TEP Center, gegründet von der Leona Tate Stiftung für Wandel Die ehemalige McDonogh 19 Elementary School ist ein heiliger Ort der Bürgerrechtsgeschichte. Hier wurden Leona Tate, Gail Etienne und Tessie Prevost – drei sechsjährige schwarze Mädchen – 1960 in die Schule aufgenommen, begleitet von Bundespolizisten durch wütende weiße Mobs. Die Erinnerung an Katrina 20 an diesem Ort erinnerte uns daran, dass der Kampf für Klimagerechtigkeit untrennbar mit dem Kampf für Rassengerechtigkeit verbunden ist und dass uns der Mut vergangener Generationen auch in den heutigen Krisen leitet.
Wir kamen als religiöse Führer, Organisatoren vor Ort und Gemeindemitglieder zusammen, um über das Erbe von Katrina nachzudenken und den anhaltenden Kampf um Gerechtigkeit im Golf von Mexiko zu bezeugen. Die Wahrheit, die wir ans Licht brachten, kennen wir nur zu gut: Diese Stürme, Überschwemmungen und Umweltverschmutzungskrisen sind keine „Naturkatastrophen“. Sie sind das Ergebnis politischer und unternehmerischer Entscheidungen, die unsere Gemeinden dem Profit opfern.
Der Dialog wurde gemeinsam moderiert von Karenna Gore und Jacqui Patterson vom Chisholm Legacy Projectund enthielt Aussagen einer Reihe einflussreicher Führungspersönlichkeiten: Dr. Angela Chalk, Gründer und Geschäftsführer, Healthy Community Services, Frau Sharon Lavigne, Geschäftsführer und Gründer, RISE St. James, Bette Billiot, Community Organizer, LA Liberation & Sovereignty Collection; Co-Direktor, Bayou Youth Leadership Project, Scott Eustis, Leiter der Gemeinschaftswissenschaften, Healthy Gulf, Anthony Giancatarino, Co-Direktor/Strategiepartner, Taproot Earth, Chenier „Klie“ Kliebert, Gründungsdirektor, Imagine Water Works; kreolischer indigener Klimaführer, Gregory N. Swafford, Organisatorin für Südost-Louisiana, Healthy Gulf; Gründungsdirektorin, Culture of Cleanliness, Toi Carter, Geschäftsführer, Louisiana Just Recovery Network; Katrina-Überlebender und Frau Darrilyn Turner, Geschäftsführer, Zion Travelers Cooperative Center
Zu uns gesellten sich auch ehemaliger Vizepräsident Al Gore, dessen Anwesenheit und Bemerkungen sowohl die Zerstörung als auch die organisierende Kraft würdigten, die den Golf-Süden in den letzten zwei Jahrzehnten geprägt haben. Seine Worte unterstrichen die globale Bedeutung der Führungsrolle des Golf-Südens und bekräftigten die Dringlichkeit von Klimaschutzmaßnahmen, die auf Gerechtigkeit beruhen.
Das Programm begann mit Musik von lokalen Jazzmusikern, die uns in die Seele von New Orleans eintauchen ließ, und endete mit einem bewegenden Gedicht von Artis Burney, ein Dichter aus Mississippi, dessen Worte sowohl Klage als auch Vision enthielten. Lokales Essen aus Sweet Anoni's Catering Wir haben Geschichten, Trauer und Verpflichtungen geteilt und uns gestärkt. Unsere Zuhörer und Redner haben gemeinsam einen Altar geschaffen, der uns in unserer gemeinsamen Spiritualität verankert hat.
Für mich ist diese Arbeit sowohl zutiefst persönlich als auch spirituell. Ich leide seit meiner Kindheit unter Asthma und weiß, wie es sich anfühlt, wenn die Luft selbst das Atmen erschwert. In der High School gründete ich einen Umweltclub, weil ich – schon als Teenager – erkannte, dass es bei der Klimakrise nicht nur um den Planeten, sondern auch um die Menschen ging: Wer bekommt saubere Luft, wer nicht; wer kann wiederaufbauen, wer bleibt zurück. Mit der Zeit begriff ich, dass dies Umweltrassismus ist – und dass unser Kampf für Klimagerechtigkeit untrennbar mit dem Kampf für Rassengerechtigkeit und Menschenwürde verbunden ist.
Als ich diese Veranstaltung organisierte, trug mich die Erinnerung an Katrina – sowohl an Zerstörung als auch an Widerstand – in mir. Der Sturm offenbarte das Ausmaß der Rassenungleichheit in diesem Land, aber auch die Stärke von Gemeinschaften, die sich organisierten, Widerstand leisteten und mit Mut und Glauben wieder aufbauten. Zwei Jahrzehnte später sind uns diese Lehren noch immer eine Orientierung.
In meiner Arbeit mit GreenFaith nutze ich Spiritualität nicht als etwas Abstraktes, sondern als eine erdende Kraft. Der Glaube erinnert uns daran, dass Gerechtigkeit heilig ist. Dass Widerstand selbst eine Form des Gebets sein kann. Dass das Aussprechen der Wahrheit in der Gemeinschaft, durch Geschichten, Lieder und Zeugnisse, ein Akt der Heilung ist. Katrina 20Ich spürte diese heilige Kraft im Raum – Älteste und Jugendliche, Pastoren und Organisatoren, Wissenschaftler und Dichter – die einander in Trauer und Hoffnung beistanden.
Die im TEP Center gehaltene Botschaft wird nicht in New Orleans bleiben. Sie wird zur COP30 nach Brasilien reisen, wo die Staats- und Regierungschefs erneut über die Reaktion auf die Klimakrise debattieren. Unsere Botschaft ist klar: Die Gemeinden an vorderster Front im Golf von Mexiko sind keine Opferzonen. Unser Leben, unsere Geschichten, unser Glaube und unsere Zukunft müssen Teil unseres Weges nach vorn sein.
Katrina 20 Es war Erinnerung, aber auch Widerstand. Es war ein Zeugnis der Kraft von Menschen, die sich weigern, vergessen zu werden und die mit jedem Atemzug daran glauben, dass eine andere Welt möglich ist.




